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MONUMENTS
Wunder der Antike / Wonders of Antiquity


Autor: Stefan Risthaus
Grafik: Harald Lieske
Veröffentlichung 2008
V
erlage:
Abacusspiele (DE)
Mayfair Games (EN)
2-4 Spieler ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 50 Minuten

Die Idee ist während einer Urlaubsreise auf Kreta entstanden: Was bleibt von den Hochkulturen? Monumente und Berichte in den Schriftzeugnissen der anderen Hochkulturen!

 

Helden, Händler & Gelehrte
Variante zu Monuments mit 3 Zusatzplättchen
Autor: Stefan Risthaus
Grafik: Harald Lieske
Veröffentlichung Messe Essen Okt. 2009
Verlag: Abacussspiele

 

Pergamon-Altar
Variante zu Monuments mit 3D-Altar
Autor: Stefan Risthaus
Grafik: Harald Lieske
Veröffentlichung Messe Essen Okt. 2010

Verlag: Abacussspiele 

Cover MONUMENTS - EN-Ausgabe

Beschreibung des Basis-Spiels:


Die Spieler erbauen Monumente der Antike, beispielsweise die Pyramiden, den Koloss von Rhodos oder das Colosseum, und versuchen, diese berühmt werden zu lassen.

Zum Erbauen eines Monuments ziehen die Spieler Karten mit der Abbildung eines Monuments vom verdeckten Stapel oder einer offenen Auslage. Karten, die das gleiche Monument zeigen, können ausgelegt werden - das Monument wird errichtet. Das Nachziehen von je einer Karte zählt ebenso als eine von drei Aktionen pro Spielzug wie das Auslegen einer Reihe von Monument-Karten mit demselben Monument oder das Anlegen von weiteren Karten an eine bereits ausliegende eigene Reihe von Karten mit diesem Monument.

Dabei muss man stets abwägen, ob man zwei gleiche Karten sofort auslegt, sobald man sie hat, oder abwartet, bis man mehrere Karten desselben Monuments gesammelt hat. Wer gleich auslegt, muss später für das Anlegen weiterer Karten zusätzliche Aktionen verwenden. Allerdings benötigt man mindestens 3 Karten des Monuments, wenn ein anderer Spieler bereits denselben Monument-Typ ausgelegt hat. Liegt ein Monument bereits zweifach aus, ist es nicht mehr erlaubt, dasselbe Monument nochmals zu errichten! Da kann es sein, dass man vielleicht auf seinen 2 Karten "sitzen bleibt", wenn man zu lange mit dem Auslegen wartet. Außerdem können frühzeitig errichtete Monumente die meisten Punkte einbringen.

Die Monumente werden nämlich erst punkteträchtige Berühmtheiten, wenn sie in Geschichten erwähnt werden, die von den anderen Völkern (Spielern) geschrieben werden. Je nach Spielerzahl muss jeder Spieler während einer Partie 2 oder 3 Geschichtsschreiber auf die Reise schicken. Diese berichten über die Monumente in fremden Ländern, wodurch diese berühmt werden. Konkret bedeutet dies, dass der Spieler mit dem Geschichtsschreiber in einem Zug auf alle Aktionen verzichtet und von jedem Monument der anderen Spieler eine Karte wegnimmt und auf einem gesonderten Stapel sammelt - vorausgesetzt das Monument besteht aus mindestens 2 Karten und ist nicht nur eine Ruine aus einer Karte. Das auf der jeder eingesammelten Karte abgebildete Monument wird sofort um 3 Punkte wertvoller und für jede gesammelte Karte erhält der Geschichtsschreiber am Spielende einen Punkt.

Da der Zahn der Zeit die Monumente auf diese Weise immer unansehnlicher werden lässt, muss man ständig darauf bedacht sein, diese zu restaurieren, also weitere Karten an die eigene Reihe anzulegen. Sonst wird das Monument im nächsten Geschichtswerk nicht mehr erwähnt, weil es sich nur noch um eine Ruine aus einer einzelnen Karte handelt, die vom Geschichtsschreiber keines Blickes gewürdigt wird.

Am Ende des Spiels, also bei Leerziehen des Kartenvorrats, erhalten die Geschichtsschreiber pro Karte in ihren Berichten 1 Punkt und zusätzlich noch 9-6-3 Bonus-Punkte für die 3 umfangreichsten Geschichtswerke. Wer es verpasst hat, einen Geschichtsschreiber einzusetzen, wird mit Minuspunkten bestraft Außerdem gibt es Punkte für die Berühmtheit der Monumente. Die Punkte für die Berühmtheit werden während des Spiels dem Monument zugeordnet und erst am Spielende an die Spieler verteilt.

Wer ohne Nachahmer geblieben ist, erhält alle für ein Monument vergebenen Punkte, also 3 Punkte für jeden Geschichtsschreiber, der während des Spiels das Monument bewundert hat. Haben zwei Spieler dasselbe Monument errichtet, müssen sie die hierfür vorgesehenen Punkte im Verhältnis 2:1 teilen. So bekommt der Spieler mit der größeren Kartenzahl in seiner Auslage doppelt so viele Punkte wie sein Konkurrent - unabhängig davon, wer wie viele Karten zur Berühmtheit des Monuments in den Geschichtsschreiber-Berichten beigesteuert hat. Wurde beispielsweise 5 Mal über den Koloss berichtet, stehen dem einzigen Erbauer 15 Punkte zu. Hat ein Mitspieler aber kurz vor Schluss noch 3 Karten mit dem Koloss ausgelegt, werden die Punkte geteilt. Der Mitspieler hat auch noch einen größeren Koloss am Spielende ausliegen, so dass er 10 Punkte bekommt, der Erbauer des Originals aber nur noch 5 Punkte!

Auf diese Weise kann es passieren, dass der erste Erbauer eines Monuments weniger Punkte erhält als ein Nachahmer, weil dessen Monument sich besser in das Gedächtnis der Geschichte eingeprägt hat. Der Nachbau hat häufig in der Geschichte stärkere Spuren hinterlassen als das Original und dessen Ruhm überschattet.

Bei MONUMENTS ist erfolgreich, wer die zur Verfügung stehenden Aktionen zur Errichtung und Erweiterung seiner Monumente optimal einsetzt und den richtigen Zeitpunkt zum Verfassen eigener Geschichtswerke erkennt.

Informationen zu den im Spiel enthaltenen Monumenten der Antike - einschließlich der Sieben Weltwunder - runden die Spielregel ab.

Rezensionen:
AEIOU - Oktober 2008
Spielevater - November 2008
Brettspiele-Report - Januar 2009
mefeedia - Januar 2009 (Podcast in EN)
hall9000.de - Februar 2009


Händler, Helden und Gelehrte:

Die Symbole auf den Karten ermöglichen es nun den Spielern, zusätzliche Fähigkeiten zu erwerben. Wer zum Beispiel die meisten Helme in seiner Auslage hat, kann sich das Zusatzplättchen "Helden" für eine Aktion kaufen. Dieses ermöglicht es ihm ab sofort, jede Runde eine weitere Karte für einen Siegpunkt zu kaufen, ohne dass dies eine Aktion verbraucht. Der Erwerb und der Besitz der Zusatzplättchen bei Spielende bringt zusätzliche Siegpunkte ein.

VARIANTE: Die Symbole auf den Plättchen der Erweiterung können wie ein Symbol auf einer Monument-Karte gewertet werden. Das bedeutet, dass man beispielsweise bei der Aktion "Siegpunkte kaufen" für das Plättchen "Helden" einen zusätzlichen Siegpunkt erhält, wenn man 2 Monument-Karten mit Helm-Symbol abwirft. Außerdem ist es schwieriger, das Plättchen vom derzeitigen Besitzer wegzukaufen, weil dieser ja immer ein zusätzliches Symbol aufweisen kann (das auf dem Plättchen).


Pergamon-Altar:

Der Altar wird neben dem Spielplan bereit gelegt. Für eine Aktion und 3 Karten mit unterschiedlichen Symbolen (Helm, Schiff, Schriftrolle) kann man den Altar kaufen und vor sich abstellen. Die Karten kommen aus dem Spiel.

Ab sofort, auch im laufenden Monumenten-Zug kann der Besitzer des Pergamon-Altars eine Aktion dazu verwenden, Siegpunkte zu kassieren. Dazu zählt er in der Auslage eines jeden Spielers die Anzahl der kompletten Sets an Symbolen. Jedes Set ist 1 Siegpunkt wert.


Beispiel:

der Besitzer des Altars hat 2 Helme, 3 Schiffe und 1 Schriftrolle = 1 Set

sein linker Nachbar hat 3 Helme, 3 Schiffe und 4 Schriftrollen = 3 Sets

sein rechter Nachbar hat 5 Helme, 2 Schiffe, keine Schriftrolle = 0 Sets.

Der Besitzer des Pergamon-Altars bekommt 4 Punkte für die Aktion Pergamon-Altar. Pro Monumenten-Zug darf man nur ein Mal die Pergamon-Aktion durchführen!


Wer nicht im Besitz des Altars ist, kann sich diesen vom derzeitigen Besitzer erkaufen. Dazu verwendet man eine Aktion, bezahlt ein Set aus 3 Karten mit 3 verschiedenen Symbolen und nimmt den Altar zu sich. Der bisherige Besitzer darf sich aus den Karten, die zum Bezahlen verwendet worden sind, eine Karte aussuchen und auf die Hand nehmen. Die übrigen beiden Karten kommen aus dem Spiel.

Heike, Fabia, Titus und Stefan Risthaus | risthaus@risthaus.eu